Traumberuf Make-up Artist / Teil 2

Die große Karriere und reisen um die Welt

Nun, ich hoffe du bist die Fragen im 1 Teil sorgfältig durch gegangen. Hat sich etwas verändert? Vielleicht der Bereich den du im Kopf hattest oder die Gedanken zu diesem Beruf? Hattest du vorab an alle Punkte gedacht? Passen deine persönlichen Eigenschaften zu diesem Beruf? Bist du gerne unterwegs? Oder hast du lieber einen festen Arbeitsplatz? Kommst du mit Zeitdruck und Stress zurecht?

Ich finde das sehr wichtig auch an die eigene Persönlichkeit zu denken, ob der gewählte Beruf zu einem passt. Sonst wird du in Zukunft nicht glücklich und der Erfolg bleibt ggf. aus.

So, du hast dich FÜR den Beruf des Make-up Artists entschieden und deine Schule oder deinen Ausbildungsweg gefunden?! Sehr gut. Glückwunsch!

In diesem letzten Teil zu dem Beruf Make-up Artist, schildere ich dir meine Sicht der Dinge und meine persönliche Erfahrung. Was ist zu bedenken, wenn die Ausbildung absolviert ist.

Es ist in diesem Beruf sehr wichtig mit Menschen umgehen zu können. Das ist ein Thema, das auf privaten Schulen komplett ausgeblendet wird, da hier nur an Modellen gearbeitet wird. Wenn du also vorher keine Ausbildung mit Kundenkontakt absolviert hast, wirst du es deutlich schwerer haben. Denn das ist und bleibt das A und O. Kümmere dich rechtzeitig um Kenntnisse oder mache ein Praktikum.

Wie in jedem Beruf gibt es positives, wie negatives zu berichten. Make-up Artist ist ein schöner, aufregender und kreativer Beruf. Ich rate aber jeden der in diesem Bereich Fuß fassen möchte, unbedingt das Hairstyling sicher zu beherrschen. Denn ein Make-up Artist der nur Make-up macht, wird deutlich weniger gebucht und hat keine Chance in einer Agentur aufgenommen zu werden ( Je nachdem was dein Ziel ist ). Da kann es finanziell schon mal eng werden, wenn keine weitere Einkommensquelle vorhanden ist. Leider wird in den Schulen viel von der großen Karriere und reisen um die Welt erzählt. Solltest du solche Sätze hören, darfst du das gerne kritisch hinterfragen.

Für mich ist aber das schöne an diesem Beruf, das wir kreativ arbeiten können und dementsprechend kreative Köpfe um uns herum haben. Du lernst oft tolle Persönlichkeiten kennen die dich inspirieren. Es ist immer neu, abwechslungsreich und man ist viel unterwegs. Langeweile gibt es nicht … Die Fotoshooting Atmosphäre liebe ich persönlich sehr. Ich sehe so viele Orte, schöne Hotels und Foto Locations, an die ich ohne meinen Beruf wahrscheinlich nie gekommen wäre. Was ich persönlich mag ist, das ich mich frei fühle … und nach tollen Jobs euphorisiert nachhause fahre.

Du kannst dir mit diesem Beruf schon ein gutes Auskommen erarbeiten, aber das musst du dir definitiv erarbeiten mit Fleiß, Ausdauer und tollen Ideen. Die Konkurrenz ist groß, der Beauty Markt aber auch. Wir selbst sind dafür verantwortlich, ob sich der gewünschte Erfolg einstellt oder nicht. Wir haben so unglaublich viele Möglichkeiten auf unser vorhandenes Können und Wissen aufzubauen wie kaum ein anderer Beruf. Wir dürfen Träumen und große Zukunftspläne haben. Und ich bin jemand der sagt, wir können alles lernen, wenn wir fleißig und mit Spaß dabei sind. Also fang an … JETZT.

Ich hoffe dir hat mein Beitrag geholfen deinen Weg in diesem Irrgarten an Angeboten besser zu finden. Solltest du trotzdem Schwierigkeiten haben, melde dich bei mir. Ich helfe dir sehr gern …

Deine Nadine

Traumberuf Make-up Artist / Teil 1

Welche Fragen du dir stellen solltest um deine Ausbildung klug zu planen?!

Ich möchte dir hier ein paar Tipps geben welche Gedanken du dir vorab machen solltest, wenn du diesen Beruf anstrebst. Denn in den vielen Jahren ist mir einiges aufgefallen und der Weg zum Ziel kann nicht nur sehr teuer werden, sondern auch demotivierend. Muss es aber nicht wenn du dir die folgenden Fragen beantwortest und ein wenig Zeit in deine Planung investierst.

Tipp 1: Überlege dir vorab genau was dein Ziel ist.

Möchtest du im Theater arbeiten? Sind Stylings für Fotoshootings deine Leidenschaft? Möchtest du Make-up Produkte verkaufen? Bräute für ihre Hochzeit zum strahlen bringen? Oder zum Film / TV ?

Tipp 2: Was sind die Voraussetzungen und was brauchst du dafür?!

Wenn du weißt in welche Richtung es gehen soll, überlege dir ob du die Voraussetzungen erfüllst. Am Theater zum Beispiel, wird viel Feiertags, am Wochenende und Abends gearbeitet. Bist du bereit dafür? Für ein Job im Theater empfehle ich dir eine Ausbildung als Maskenbildnerin vor Ort zu machen. Bist du bereit noch einmal 3 Jahre zusätzlich zu deiner Friseurausbildung zu absolvieren? Brauchst du generell eine zusätzliche Friseurausbildung, oder kannst du durch intensive Kurse im jeweiligen Bereich das nötige Handwerk lernen? Hast du Durchsetzungskraft und Ausdauer? Bist du gerne unter Menschen?

Tipp 3: Erkundige dich über die Zukunftsaussichten und deinen Verdienst.

In welchem Bereich du nun auch bist, wie kann deine beruflichen Zukunft nun aussehen? Gibt es hier einen festen Arbeitsplatz oder kannst du in dem Bereich nur freiberuflich arbeiten? Kommst du mit dem Gehalt aus? Gibt es zur Zeit mehr Maskenbildner als es Theater gibt? Bist du bereit dazu dir ein eigenes Business aufzubauen, mit allem was dazu gehört? Erkundige dich auch hier sehr genau, was nötig ist eine Selbstständigkeit zu leben. Kannst du mit Unsicherheit umgehen? Kannst du dich immer wieder in ein neues Team integrieren? Dich selbst um dein Marketing und deine Buchführung kümmern? Kannst du auf Menschen zu gehen?

Tipp 4: Finde die richtige Ausbildung / Schulung / Kurse

Wenn du alle Fragen beantwortet, recherchiert und dich intensiv damit beschäftigt hast, bist du bestimmt schon über das riesige Angebot von Schulen und Ausbildungen gestolpert. Nun gilt es das zu finden, was für dich wichtig ist. Und ganz wichtig !!! Erkundige dich bei Schülern die diese Schule die du dir raus gesucht hast, besucht haben. Und zwar bei mindestens 3 Teilnehmern. Frag sie aus! Welches Gefühl hatten sie auf der Schule? Haben sie eine gute Ausbildung bekommen? Wie wurden sie dort gefördert? Wurde versprochenes eingehalten? Welche Themen werden dort behandelt? Brauchst du sie für dein Vorhaben? Wie war die Grundstimmung? Wie ist dein Bauchgefühl? Sind die Ausbilder/Dozenten selbst erfolgreich in der Branche tätig? Oder ist er mehr Schein als Sein?

Tipp 5: Brauchst du eine einjährige Ausbildung als Make-up Artist?

Das kommt ein bisschen drauf an. Wenn du dir viele Gedanken gemacht hast, du dir aber immer noch nicht sicher bist, in welche Richtung es gehen soll, ist eine solche Ausbildung nicht verkehrt, weil aus unterschiedlichen Bereichen etwas dabei ist und du einen schönen Einblick bekommst. Wenn du aber weißt das du hauptsächlich Bräute für ihre Hochzeit stylen möchtest, würde ich mir intensiv Kurse raus suchen, bei Trainern deren Arbeit dir gefällt und darauf Step by Step aufbauen. Sich auf Themen spezialisieren, ist meiner Meinung nach auch empfehlenswert.

Dies war nun der erste Teil. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Fragen beantworten und freue mich wenn du mich wissen lässt, ob dir diese kleine Anleitung geholfen hat. Wenn du Unterstützung bei der Ausarbeitung brauchst, helfe ich dir gerne.

PS: Wenn man bereit dazu ist, kann man ALLES lernen.

Deine Nadine

Glamouröses Brautpaar Shooting

Ein Einblick in meinen Beruf als Friseurmeisterin&Make-up Artist

Heute möchte ich mal wieder ein paar Zeilen aus meinem beruflichen Alltag schreiben. Denn es gibt noch so einige Menschen die überhaupt nicht wissen, was eine Hair&Make-up Artistin so macht. Natürlich gibt es unterschiedliche Richtungen in meinem Job, denn dieser Beruf ist sehr vielseitig. Ich habe mich auf das Brautstyling, Fotoshootings und Schulungen in diesem Bereich spezialisiert.

Dieses Brautpaar Shooting war von der besonderen Art, deswegen nehme ich diesen Tag zum Anlass, nicht nur über das Fotoshooting, sondern auch über meinen Job zu schreiben. Hier war das Thema natürlich Hochzeit, sollte aber ganz im Stil von James Bond sein. Mehr Glamour geht nicht …

Nun ja, der Start war Morgens im Atlantic Hotel in Hamburg. Nachdem ein paar Details besprochen waren und wir die Kleider ausgesucht haben, konnte das Styling los gehen. Es war klar das hier ein stärkeres Make-up ein MUSS ist und eine klassische Steckfrisur am besten passt. Die kann man natürlich im eigenen Stil und typabhängig gut variieren. D.h. in dem Fall habe ich sie klassisch aber eher locker angepasst, mit ein paar Strähnen die das Gesicht umspielen.

Beim Make-up habe ich die Augen mit Brauntönen und schwarzem Kajal betont und die Lippen in einem natürlichen Ton gehalten. Die Regel ist, betone immer nur Augen ODER Lippen. Beides ist oft zu viel …

Das schöne in meinem Beruf ist, das ich so kreativ arbeiten darf und dementsprechend auch kreative Köpfe um mich herum sind. Ich lerne oft tolle Persönlichkeiten kennen die mich inspirieren. Es ist immer neu und abwechslungsreich. Ich sehe so viele Orte, schöne Hotels und Locations, wo ich ohne meinen Beruf wahrscheinlich nie hin gekommen wäre.


Wenn du ein Mensch bist, der sich schnell langweilt ( so wie ich ) dann ist dieser Job ideal. Für viele ist es ein Traumberuf, denn an Nachwuchs mangelt es nicht. Ich empfehle dir, dich sehr genau zu erkundigen wie dein Ausbildungsweg aussehen soll. Denn da gibt es mehrere Möglichkeiten.

Ich hoffe ich konnte dich ein wenig inspirieren und dir meinen Beruf etwas näher bringen.

Deine Nadine